HaMo bleibt !

Wohnraum vergesellschaften. Freiräume erhalten. Solidarisch miteinander.

Das Handstand & Moral ist bedroht und wir brauchen eure Hilfe

Seit zehn Jahren ist das HaMo ein Treffpunkt im Viertel und ein einfach zugänglicher Ort für Politik, Kunst und Kultur. Jetzt haben die Bewohner:innen das Haus dem Vermieter abgekauft und sind Teil der Solidarischen Wohnungsgenossenschaft (SoWo) geworden. Das ist einerseits gut und wichtig, weil das Projekt damit eine langfristig sichere Perspektive hat. Es ist andererseits aber auch eine große Herausforderung, weil mit der Refinanzierung des Hauskaufs und der nötigen Sanierungen unsere laufenden Kosten massiv steigen. Damit das HaMo als offener Raum weiter existieren kann, brauchen wir eure Unterstützung.

Wir bitten euch alle monatlich eine kleine Förderung für den Erhalt des Handstand & Moral zu überweisen und freuen uns über neue Leute im Plenum!

Eure Spende ist steuerlich absetzbar. Hier findet ihr die Informationen, wie ihr das Projekt fördern könnt.

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Worum gehts im HaMo?

Das Handstand & Moral existiert seit Frühling 2012 und ist ein offener Raum für Kultur und Politik. Es gibt eine Gruppe Menschen, die sich ehrenamtlich wöchentlich trifft, um Anfragen zu klären, eigene Veranstaltungen zu planen und die Nutzung des Ladens für andere zu ermöglichen. Ein wichtiger Grundsatz des Projekts ist, dass der Laden möglichst einfach genutzt und besucht werden kann. Das heißt einerseits, dass wir auf Spendenbasis arbeiten und keinen Profit machen. Andererseits sind wir bemüht, sowohl unser wöchentliches Plenum als auch den Besuch für möglichst viele zugänglich zu machen. Das heißt etwa, dass prinzipiell jede Person oder Gruppe den Laden für eigene Treffen oder öffentliche Veranstaltungen nutzen kann.

Im letzten Jahrzehnt gab es so Konzerte, Lesungen und Ausstellungen sehr unterschiedlicher Genres und Themen. Darüber hinaus wurde der Laden auch vielfach für öffentliche Veranstaltungen politischer Bildung und Mobilisierung genutzt, zum Beispiel zu sozial-ökologischer Transformation, Antisemitismuskritik, Antifaschismus, Antirassismus und Feminismus. Nicht zuletzt ist das HaMo ein gern genutzter Rückzugs- und Arbeitsraum für gesellschaftlich engagierte Gruppen in diesem Themenspektrum.

Die aktuelle Situation

Seit Gründung des HaMo mieteten wir die Räume von einem Vermieter per Gewerbevertrag. Wie in vielen ähnlichen Projekten war unser Laden nur realisierbar durch eine vergleichsweise niedrige Miete – und eine solidarische Querfinanzierung seitens der Hausbewohner:innen. Diese materielle Grundlage ermöglichte, dass wir relativ entspannt, spendenbasiert und nicht-gewinnorientiert arbeiten, ein buntes Programm aufstellen und die Räume der Allgemeinheit zur Verfügung stellen konnten. Gleichzeitig war das Mietverhältnis auf Basis des leicht kündbaren Gewerbemietvertrages stets prekär und auch an uns sind Mieterhöhungen nicht vorbeigegangen.

Das ist erstmal ein großer Erfolg, da das Haus nun vergesellschaftet und dauerhaft dem Immobilienmarkt entzogen ist. Damit kann es endlich den Zwecken dienen, für die Häuser eben gut sind: darin zu wohnen, zu leben, zusammenzukommen anstatt Gewinne zu erwirtschaften. Und das ist auch für das HaMo gut, da wir nun gemeinsam mit den Hausbewohner:innen und der SoWo mit einem langfristig sicheren Bestand des Projekts außerhalb der Profitlogik des Marktes rechnen können. Leider hat diese sehr begrüßenswerte Vergesellschaftung auch ihren Preis und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Aufgrund der in den letzten Jahren enorm gestiegenen Immobilienpreise war der Kaufpreis sehr hoch (wenn auch immer noch unter aktuellen Marktpreisen). Die dafür nötigen Kredite müssen nun abbezahlt werden. In der Praxis heißt das, dass sich unsere laufenden monatlichen Kosten vervielfachen. Und da haben wir als selbstorganisiertes, nicht-kommerzielles Projekt ein Problem.

Wie ihr unterstützen könnt

Unser Ziel ist erstmal, dass das HaMo unter diesen Bedingungen überhaupt weiterexistieren kann. Zugleich wollen wir aber auch, dass die insbesondere finanziell niedrigschwellige Nutzbarkeit und Zugänglichkeit erhalten bleibt. Eine Kommerzialisierung im Sinne etwa fester und höherer Preise wollen wir höchstens in Ausnahmefällen zulassen.

Damit das HaMo mit seinem nicht-gewinnorientierten und spendenbasierten Charakter auch langfristig und nachhaltig existieren kann, möchten wir die Grundfinanzierung auf viele Schultern verteilen und einen Förder:innenkreis aufbauen.

Das heißt wir bitten euch alle – Besucher:innen, Nutzer:innen, Freund:innen und Sympathisant:innen des Projekts – uns monatlich einen kleinen Förderbetrag von etwa 5-20€ zu überweisen. Um euch eine Vorstellung zu geben: Wenn 40 Personen monatlich 20€ spenden, wären unsere laufenden Kosten in den nächsten zwei Jahren gedeckt. Wir freuen uns natürlich auch über größere Daueraufträge oder Einzelspenden. Im Sinne der Planbarkeit und Nachhaltigkeit unserer Finanzen bevorzugen wir jedoch, je nach euren Möglichkeiten, dauerhafte Spenden.

Das Konto läuft auf unseren gemeinnützigen Verein, die Spenden sind bei Bedarf also auch steuerlich absetzbar. Verwendet werden die Gelder ausschließlich zur Deckung unserer laufenden Kosten und ggf. notwendigen Sanierungsmaßnahmen.

Wir glauben, dass wir mit dem Handstand & Moral einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass man sich in dieser Stadt jenseits von Konsumzwang, Kostendruck und Stadtmarketing-Bla-Bla wohlfühlen kann. Wir glauben Leipzig braucht auch weiterhin niedrigschwellige Räume kultureller und politischer Bildung und Organisation. Und wir haben auch einfach keine Lust darauf, dass das HaMo der nächste auf einer langen Liste von Freiräumen ist, der wegen Immobilienspekulation verschwinden muss. Mit eurer Hilfe haben wir eine Chance, das HaMo zu erhalten!

Wohnraum vergesellschaften, Freiräume erhalten, solidarisch miteinander! HaMo bleibt!

Euer Plenum des Handstand & Moral

Ps: Abgesehen von der nötigen Kohle braucht der Betrieb des Ladens Arbeitszeit. Deswegen freuen wir uns neben Spenden auch immer über Leute, die bei uns mitmachen oder einfach mal eine Veranstaltung machen wollen. Interesse? Dann komm vorbei: (Fast) jeden Donnerstag, um 19 Uhr im Ladengeschäft der Merseburger Str. 88b oder schreib eine Mail an kontakt@handstandundmoral.de.